Hauptseite
 

- LSK/LV -

 
 
- Fernmeldegrundnetz Bw Ost-
 
 
 
  „ Grundlage für das Bundeswehrgrundnetz in Ostdeutschland ( allg. Fernmldenetz Bw Fernsprech + Fernschreib) war das bereits durch die NVA entfaltete und betriebene Sondernetz 1 ( S1).

Als ERSTE Maßnahme war die Netzverküpfung des S1-Netzes mit dem allgemeinen Fernmeldenetz der Bundeswehr - für Fernsprech - und Fernschreibbetrieb zu schaffen.
Ab dem 17.09.1990 wurden Überleitstellen zwischen Bundeswehr-Netz West und Sondernetz 1 der NVA eingerichtet.

Ein Beitrag dazu war für das Kdo LSK/LV die Leitung XF 424 von der Objektvermittlungsstelle zur Vermittlung BmVg Bonn.
Sowie die Vermittlungsleitung XF 428 von der Vermittlung des Kdo LSK/LV zur Vermittlung des Gefechtsstandes Erndtebrück.

Die ersten Überleitstellen waren ( von Ost gen West durch Wahl im Sondernetz 1 mit automat. Durchwahl):
Kennzahl 82 .. nach Glücksburg
Kennzahl 02 .. nach Hannover
Kennzahl 52 .. nach Bonn
Kennzahl 72 .. nach Gießen
Kennzahl 32 .. nach München
Handvermittlung mittels Kennzahl 3727p .. nach Welschbillig
Schema Übergänge

Von West nach Ost waren auch im Sondernetz 1 Überleitstellen:
Kennzahl 8 ... Hannover nach SBZ Magdeburg.
Kennzahl... 3408 ... Bonn nach SBZ Potsdam.
Kennzahl... 4308 ... Gießen nach SBZ Erfurt.
Kennzahl... 6258 ... München nach SBZ Erfurt.
Kennzahl... 908 ... Glücksburg nach SBZ Schwerin.
Kennzahl... HV ... Welschbillig nach SBZ Leipzig.
Bsp: Wahl 908 - 2734-88 meldete sich die Vermittlung Kdo LSK/LV Eggersdorf
Schema Übergänge

   
  Grundlegende Maßnahmen waren jedoch auch zur Bereinigung der Nutzer des Sondernetz 1 zu vollziehen. Soweit nach nicht geschehen, wurden unmittelbar nach dem 03.10.90 die Nutzer außerhalb der Streitkräfte wie Polizei, Zoll, Ministerien, Verteidigungswirtschaft, Staatsapparat aus dem Sondernetz 1 abgeschalten !

Auf Grund der Verringerung an Standorten der Streitkräfte in Ostdeutschland war auch der Umfang des Netzausbau vom Sondernetz 1 zu reduzieren.
In diesem Sinne wurden sämtlich Standorte ohne Weiterverwendung in der Bundeswehr / Luftwaffe vom Sondernetz 1 abgeschalten. Deren Kommunikation konnte dann nur noch über den verbliebenen Posthauptanschluss erfolgen.
Im Weiteren wurden sämtliche Zwischenvermittlungsstellen ZVST, die alle in den Gebäuden der Wehrkreiskommando WKK untergebracht waren- abgeschalten und aufgelöst. Standorte in Weiterverwendung wurden dann auf die zuständige Hauptvermittlungsstelle HVST umgeschalten. Unter Umständen auch unter Zuweisung einer neuen Rufnummer.

Später wurden auch einige Hauptvermittlungsstellen geschlossen und aufgelöst.

Verbleibende Vermittlungsstellen des S1 Netzes wurden aus Schalt-und Betriebszentralen ( SBZ) in Grundnetzschalt und- vermittlungsstellen ( GSVBw) umbenannt :
NZ-3 / SBZ Leipzig in GSVBw 70 Leipzig ... Weiterverwendung als GSVBw 70.
NZ-9 / SBZ Dresden in GSVBw 71 Dresden ... wurde später aufgelöst.
NZ-35 / SBZ Chemnitz in GSVBw 72 Chemnitz ... wurde später aufgelöst.
NZ-7 / SBZ Erfurt in GSVBw 73 Erfurt ... wurde später aufgelöst.
NZ-36 / SBZ Gera in GSVBw 74 Gera ... wurde später aufgelöst.
NZ-74 / SBZ Suhl in GSVBw 75 Suhl .... wurde später aufgelöst.
NZ-5/ SBZ Potsdam in GSVBw 80 Potsdam ... Weiterverwendung als GSVBw 80.
NZ-0 / SBZ Magdeburg in GSVBw 81 Magsdeburg ... Weiterverwendung als GSVBw 81
NZ-34 / SBZ Halle in GSVBw 82 Halle ... wurde später aufgelöst.
NZ-24 / SBZ Berlin in GSVBw 83 Berlin ... wurde später aufgelöst.
NZ-2 / SBZ Strausberg in GSVBw 84 Strausberg ... wurde später aufgelöst.
NZ-25 / SBZ Frankfurt/Oder in GSVBw 85 Frankfurt/Oder ... wurde später aufgelöst.
NZ-94 / SBZ Cottbus in GSVBw 86 Cottbus ... wurde später aufgelöst.
NZ-64 / SBZ Rostock in GSVBw 87 Rostock ... Weiterverwendung als GSVBw 87.
NZ-6 / SBZ Stralsund in GSVBw 88 Stralsund ... wurde später aufgelöst.
NZ-8 / SBZ Schwerin in GSVBw 89 Schwerin .... wurde später aufgelöst.
NZ-4 / SBZ Neubrandenburg in GSVBw 90 Neubrandenburg ... Weiterverwendung als GSVBw 90.