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- das 61. Jagdfliegerkorps der GSSD/WGT -
 
 
 
         
  „Das 61. Jagdfliegerkorps der GSSD/WGT ( 61. JFK) Wittenberg - eine kurze Darstellung..
Historie:
Am 10.09.1942 aufgestellt als 1. Fliegerkorps und Teilnahme an der Schlacht um die Seelower Höhen und Berlin..
Am 18.03.1943 zum 1. Garde-Jagdfliegerkorps ernannt.

Nach dem WK2 in 1945 bestehend aus der 3. Garde-Fliegerdivision Ludwigslust und der 4. Garde-Fliegerdivision Werder.
Stationierung des Korps von 1945 bis 1946 in Perleberg und von 1946 bis 1947 in Wittstock.

1945 zur Schlacht um Berlin der Korps-Gefechtsstand in Woltersdorf bei Berlin.
1947 verlegte das Korps nach Wittenberg und wurde dort dann entsprechend seiner neuen Bestimmung innerhalb der GSSD aufgebaut und ausgestattet.
Am 10.01.1949 umbenannt in 61. Fliegerkorps.

Struktur des Korps im Jahre 1950 :
  • 170. Garde-Fliegerdivision in Zerbst
  • 119. Fliegerdivision in Falkenberg
  • 131. Fliegerdivision in Großenhain

    Ab 1952 Herrichtung der künftigen Struktur.

    Damit entstand die Struktur von 1952:
  • 6. Gardejagdfliegerdivision in Merseburg
  • 170. Jagdfliegerdivision in Zerbst
  • 105. Fliegerdivision in Großenhain.

    Es folgten Umgruppierungen:
    Im Oktober 1953 wurde 170. Division durch 126. Division ersetzt.
    Damit entstand die Struktur von 1960:
  • 6. Gardejagdfliegerdivision in Merseburg
  • 126. Jagdfliegerdivision in Zerbst
  • 105. Bombenfliegerdivision in Großenhain

    Im April 1980 folgte dann die im Beitrag zur 16. Luftarmee bereits beschriebene Strukturreform. das 71. Korps übernahm die Divisionen des bisherigen 61. Korps.
    Das 61. Jagdfliegerkorps kam zur Auflösung und bildete das 669. Frontfliegerkorps (MOB).
    Bedeutet: Der Korpsstab war vorhanden. Die Frontfliegerkräfte wurden aber erst mit höheren Stufen der Gefechtsbereitschaft oder auf Besondere Weisung unterstellt.

    Führungsorgan der Front-und Armeefliegerkräfte:

    Umgesetzt wurde dieses neue Korps im Frieden als Führungsorgan der Front-und Armeefliegerkräfte der LSK der Gruppe.
    Dieses Führungsorgan waren 1980 - 1988 operativ unterstellt:
  • 105. Jagd-Bombenfliegerdivision in Großenhain
  • 125. Jagd-Bombenfliegerdivision in Rechlin
  • sowie sämtliche Kampfhubschrauberregimenter und Kampfhubschrauberstaffeln sowie Drohnenstaffeln ( administrativ und fachlich).

    Bedeutet: Bisherige Publikationen über die GSSD stellen unzureichend die damalige Fachstruktur dar.
    Mit Einführung der Kampfhubschraubergeschwader in der NVA erfolgte in den Landstreitkräften der NVA die Bildung von Stäben der Armeefliegerkräfte bis zur Ebene Kommando Landstreitkräfte.
    Die fachliche Komponente der flieger-ing. technischen Sicherstellung, Inmstandsetzung, Garantieleistungen ... verblieben im Kdo LSK/LV bzw. FOFMTFK.
    Bei der GSSD bildete sich jedoch eine ganz andere Struktur:
    Gleichwohl kam es bei GSSD ebenfalls zur Bildung eines Führungsorgan Front-und Armeefliegerkräfte, das sich in der Vollen Gefechtsbereitschaft zum 669. Frontfliegerkorps formierte und die Armeefliegerkräfte voll den Landarmeen überstellte.
    Im Frieden jedoch ( 1980-1988), waren die Kampfhubschrauber dem Führungsorgan zugeordnet. Die Landarmeen hatten die operative Verfügung über ihre VGS FK/TLA. Diese VGS FK/TLA waren aber bis 1988 nur mit höheren Stufen der Gefechtsbereitschaft voll einsetzbar.
    Bis dahin arbeiteten sie mit einer Verringerten Gefechtsbesatzung.
    Bedeutet: Flieger-ing. technische Sicherstellung, Flieg. Ausdbildung im Frieden, Instandsetzung, Garantie... der Kampfhubschrauberverbände lag beim Führungsorgan in Wittenberge.
    Weil eben bei GSSD kein Chef Armeefliegerkräfte im Stab der Landstreitkräfte gebildet wurde, sondern die Armeefliegerkräfte bei den Luftstreitkräften der GSSD verblieben.
    Dieses war mit ein Grund, warum 1980-1988 die sonstige 16. Luftarmee nicht formiert war sondern die Luftstreitkräfte der GSSD. Im Mai 1988 folgte eine Reorganisation der Truppen der Luftverteidigung in Westrichtung sowie der allg. Struktur.
    Die 16. Luftarmee wurde wieder gebildet. Der Status eines Militärbezirks für die GSSD wurde aufgehoben. Das 71. Gardejagdfliegerkorps wurde aufgelöst.
    Das Führungsorgan und 669. Korps verlor seine Zweckbestimmung und wurde aufgelöst.

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      Bei Merseburg wurde ein neuer Gefechtsstand des Korps gebaut.
    Jedoch nicht fertiggestellt und auch nicht bezogen. Die gesellschaftlichen Veränderungen machten eine Fertigstellung des Bunkers unnötig.

       
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